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Vom Abschied bis zur Trauer: Vorsorge und Begleitung

Letzte-Hilfe-Kurse

Vor einiger Zeit durfte ich Andrea Gerstner bei einem ihrer Kurse kennenlernen. Sie arbeitet als Wegbegleiterin und bietet sogenannte Letzte-Hilfe-Kurse an – ein Angebot, das vielen Menschen noch unbekannt ist.

Fast jeder von uns kennt Erste-Hilfe-Kurse. Sie sind selbstverständlich und oft verpflichtend, etwa beim Führerscheinerwerb. Dort lernen wir, wie wir in Notfällen Leben retten können. Doch ebenso wichtig ist es, Menschen am Ende ihres Lebens beizustehen, ihnen Nähe, Sicherheit und Mitgefühl zu schenken.

Genau hier setzen die Letzte-Hilfe-Kurse an. Sie vermitteln grundlegendes Wissen, Orientierung und einfache praktische Handgriffe, um schwerkranke und sterbende Menschen begleiten zu können. Es geht nicht darum, alles zu wissen oder perfekt zu handeln, sondern darum, da zu sein. Andrea Gerstner beschreibt diese Kurse treffend als einen „Koffer fürs Leben“: Man trägt ihn bei sich und kann im entscheidenden Moment daraus schöpfen, was gebraucht wird.

Ein zentraler Aspekt der Letzten Hilfe ist der Umgang mit Angst – insbesondere mit der Angst vor dem Sterben. Wissen und Verstehen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denn Angst entsteht oft im Kopf, durch Unsicherheit und Unwissen. Wenn wir verstehen, was geschieht, verlieren viele Sorgen an Macht. Wissen schenkt Orientierung – und damit auch Mut.

Letzte-Hilfe-Kurse laden dazu ein, sich diesem wichtigen Thema zuzuwenden und Sterben wieder als Teil des Lebens zu begreifen. Sie ermutigen dazu, hinzuschauen, die Hand zu reichen und Menschen auf ihrem letzten Weg nicht allein zu lassen.

Trauer

In meiner Trauerausbildung haben wir in München eine Führung durch „AETAS – Lebens- und Trauerkultur“ bekommen. Es ist nicht nur ein sehr schönes und modernes Bestattungsunternehmen mit hellen schlichten Räumlichkeiten. Sie organisieren mit den Trauernden sehr liebevoll alles rund um die Bestattung (wir haben die Beerdigungen von unseren Eltern mit ihnen organisiert, d.h. hier habe ich wirklich persönlich erfahren, dass sie sehr gut sind).

Und für die Zeit danach bieten sie viele Veranstaltungen für Trauernde an. Das Angebot geht von Wanderungen, Tanzen, Gesprächsgruppen bis hin zum Kurs „Das eigene letzte Fest planen“. 

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