Schlagwort: Nordic Walking

Ich muss raus!

Zuhause bleiben ist momentan gesund, aber wir brauchen ab und zu auch ein bisschen Bewegung, frische Luft und Tapetenwechsel, damit wir in den eigenen vier Wänden keinen Koller bekommen. Wer sich dabei auch gleich etwas sportlicher betätigen möchte, ist mit Nordic Walking gut beraten. Momentan kann ich euch nur schriftliche Hinweise zum Nordic Walking geben, damit ihr gleich richtig einsteigen könnt. Für die nächsten Kurse müssen wir noch ein bisschen warten.

Bewegung in der Natur

Seit 20 Jahren laufe ich mit Stöcken durch die Natur – meist in der Mittagspause zum Ausgleich meiner Bürotätigkeit. Ich merke, wie gut das nicht nur meinem Körper, sondern auch meiner Seele tut, wenn ich mittags die Natur genieße, fernab von Computer und Smartphone. Deshalb möchte ich es auch gerne euch nahebringen. Bevor ihr loslegt und euch die nächstbesten Stöcke kauft, möchte ich euch vorher ein paar Tipps dazu geben.

Nordic Walking ist ein Sport, den fast jeder ausüben kann, und der immerhin über 90% unserer Muskeln trainiert – vorausgesetzt man wendet die richtige Technik an!

Welche Nordic-Walking-Stöcke passen zu mir?

Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl von verschiedenen Stöcken. Damit ihr euch einen Fehlkauf erspart, zeige ich euch hier die wichtigsten Unterschiede auf:

Welche Schlaufe eignet sich?

Foto ©Barbara Glück

Links: Ein Stock mit einer solchen einfachen Schlaufe eignet sich zum Wandern, aber nicht für Nordic Walking! Vorsicht: Im Internet werden diese Wanderstöcke oft auch als Nordic-Walking-Stöcke angeboten!

Mitte und rechts: Ein richtiger NW-Stock hat eine spezielle Handschlaufe mit einem kleinen Loch für den Daumen und einem großen Loch für die restliche Hand. Das Wichtige beim Nordic Walking ist, dass man den Stock loslassen kann, wenn der Arm nach hinten geschwungen wird, und er trotzdem noch fest an der Hand sitzt. Deshalb gibt es die Handschlaufen in unterschiedlichen Größen, bitte probiert vor dem Kauf aus ob sie gut sitzen.

Praktisch ist eine Schlaufe, die man mit einem Klicksystem vom Stock lösen kann, damit man schnell seine Hände frei hat, wenn man mal seine Schuhe wieder zubinden muss o.ä. Dabei gibt es unterschiedliche Klicksysteme (s. mittleren und rechten Stock).

Es gibt inzwischen auch Stöcke, bei denen sich die Schlaufe bei einem Sturz von alleine vom Stock löst, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Welche Spitzen gibt es?

Foto ©Barbara Glück

Links: Eine einfache gerade Spitze, die auf härteren Böden leichter wegrutschen kann. 

Mitte links: Eine spitze Spitze, mit der man einen guten Druck ausüben kann, ohne dass sie auf hartem Untergrund wegrutscht.

Mitte rechts: Für alle Spitzen gibt es aufsetzbare Gummipuffer, mit denen man auf Asphalt besser laufen kann. Allerdings kann man auf Asphalt auch mit den Gummipuffern nicht so richtig festen Druck ausüben. Es empfiehlt sich allgemein eher auf Naturboden zu laufen.

Rechts: Hier kann man die Spitze ausfahren und der Puffer bleibt am Stock dran. Diesen Stock hatte ich mir mal gekauft, weil der Untergrund auf meiner Walkingrunde im Englischen Garten oft von Asphalt auf Naturboden wechselt, aber durch das Puffersystem ist der Schwerpunkt des Stocks ganz unten, sodass sich der Stock nicht so schön läuft.

Wie lang sollte mein NW-Stock sein?

Faustregel ist: Der Handschlaufen-Ausgang sollte ungefähr in Bauchnabelhöhe sein. Für Fortgeschrittene, die auch schneller laufen, auch ein bisschen länger. Früher hat man gesagt, dass der Ellbogen einen geraden Winkel bilden soll, das ist aber meines Erachtens für Anfänger zu lang. Sie können den Stock dann nicht richtig nach hinten schwingen.

Es gibt auch Teleskopstöcke, die man variabel einstellen kann. Vorteile hierbei sind, dass der Stock mit dem Können mitwachsen kann, er dem Partner geliehen werden kann, und dass ich ihn leichter auf dem Rad oder auf Reisen transportieren kann (es gibt 2- und 3-gliedrige, wobei sich die 3-gliedrigen meist noch kürzer zusammenschieben lassen, was bei einem kleinen Koffer wichtig ist).

Nachteil beim Teleskopstock ist, dass er schwerer ist und nicht so schön schwingt wie ein ganzer Stock.

Aus welchem Material sind die Stöcke?

Grundsätzlich läuft es sich mit leichteren Stöcken besser. Carbon ist am leichtesten und somit angenehmsten, aber sie können leichter kaputt gehen, wenn man aus Versehen drauftritt. Alu ist auch relativ leicht, aber fester. Am besten finde ich persönlich ein Gemisch aus Glasfaser und Carbon.

Wenn ihr die verschiedenen Stöcke mal live ausprobieren möchtet, könnt ihr euch gerne bei mir zur Schnupperstunde anmelden (sobald wir wieder Gruppen bilden dürfen)!

Walking mit der richtigen Technik!

Ich biete Anfängerkurse an, und für Fortgeschrittene gibt es unregelmäßige Treffen mit Techniktipps zwischendurch. 

Es ist mir ein Anliegen, dass ihr eure Technik verbessert, damit das Nordic Walking auch besser eurer Gesundheit und Fitness dient, und nicht nur ein Spaziergang mit Stöcken ist!

Unter der Rubrik „Nordic Walking“ findet ihr weitere Informationen: https://barbaraglueck.de/nordic-walking/